Über die Edition Zither

Programm

Der Verlag ist spezialisiert auf Musik für Zither, auch in Kombinationen mit anderen Instrumenten. Hier finden sich gleichermaßen Transkriptionen Alter Musik, Unterrichtsliteratur und Neue Musik in hochwertig gestalteten Ausgaben. Komponist*innen von Format erweitern mit ihren Werken das Repertoire und sichern dadurch die Zukunft eines Instruments zwischen Tradition und Neufindung. Alle Notenausgaben sind spielpraktisch erprobt, wissenschaftlich fundiert und zeugen von einem professionellen Engagement. Besonders Wert gelegt wird auch auf die individuelle künstlerische Gestaltung der Umschläge. So spricht jedes Heft mit einer eigenen, zeitgemäßen Stimme und fügt der Literatur für Zither eine charakteristische Note hinzu. Hinter allem steht die Liebe zur Musik, zur Geschichte, zum kulturellen Leben unserer Zeit und zu einem Instrument, das immer noch zu überraschen versteht.

Geschichte

1994 In den 1990er Jahren setzt, ausgelöst durch Georg Glasls Konzert- und Unterrichtstätigkeit, eine lebhafte Weiterentwicklung der Literatur und Spieltechnik für Zither ein. Um dies zu dokumentieren und der Zitherszene qualitativ hochwertige Literatur zur Verfügung zu stellen, entschließt sich Glasl, seit 1989 Dozent für Zither am Richard-Strauss-Konservatorium München, den Verlag Edition Zither zu gründen.

Das Engagement des Verlags beschränkt sich in den ersten Jahren auf Konzertliteratur (Neue und Alte Musik). Das zentrale Anliegen des Verlagsleiters: die Zither in der aktuellen Musik zu verankern. Durch die fast zeitgleich mit Edition Zither ins Leben gerufenen Internationalen Zither-Festivals in München (Zither 1 fand 1995 statt) entsteht im Laufe der Jahre ein breites Spektrum neuer Werke vorwiegend junger Komponisten.

Was die Alte Musik betrifft, so fehlt es bis dahin an sorgfältig editierten Notenausgaben mit Quellenangaben oder Kommentaren zu den Bearbeitungen. Edition Zither legt darauf großen Wert. So werden beispielsweise den ersten Ausgaben, den Bearbeitungen von Johann Sebastian Bach Suite für Violoncello Nr. 2 und Silvius Leopold Weiss Fantasie IX, Faksimiles beigelegt.

Wichtig ist dem Verlag auch die grafische Gestaltung der Hefte. Viele Jahre entstehen in Zusammenarbeit mit dem Künstler Helmut Hinterseer ausdrucksstarke, für jede Ausgabe neu konzipierte Titelblätter.

2004 Die Ausweitung des Verlagsprogramms auf pädagogische Spielliteratur setzt ein. Grund dafür sind die den Zither-Festivals angegliederten Internationalen Workshops für Jugendliche. Zudem findet, ebenfalls von 2004 an, im Zweijahresrhythmus der Internationale Zither-Wettbewerb statt. Dessen zunächst zwei, später vier Pflichtstücke werden ebenfalls bei Edition Zither verlegt (es sei denn, die Komponisten waren an andere Verlage gebunden). Die ersten Pflichtstücke stammen von Wilfried Hiller (Kithara) und Peter Kiesewetter (lungo il mare).

2008 Sabine Huber steigt als Geschäftsführerin ein, führt den Verlag gemeinsam mit Georg Glasl bis 2025. Firmensitz wird Waging am See.

2009 Adelheid Maria Thanner übergibt den Großteil der Werke, die ihr Mann Peter Kiesewetter für Zither in verschiedenen Besetzungen komponiert hat, an Edition Zither.

2013 – 2021 Der Deutsche Zithermusik-Bund verlegt im StückWerk, der Notenbeilage des Magazins Zither, zahlreiche Werke aus dem Programm von Edition Zither.

2025 Leopold und Oliver Hurt übernehmen den Verlag, Georg Glasl bleibt Mitherausgeber. Seitdem ist der Verlagssitz in Hamburg.

Die Herausgeber

Die Arbeit von Georg Glasl ist seit Jahrzehnten richtungsweisend für das Instrument Zither. Sein mitreißendes Engagement brachte viele Steine ins Rollen. Das beweist die lange Liste von Festivals, Uraufführungen, Konzerten und Projekten, seine Anregungen für den Instrumentenbau, sein innovatives Wirken als Präsident des Deutschen Zithermusikbundes und nicht zuletzt seine langjährige Unterrichtstätigkeit als Professor an der Münchner Musikhochschule. Der Verlag ist ein nachhaltiges Ergebnis seines künstlerischen Denkens. Nach Erweiterung des Verlagsteams 2025 ist Georg Glasl weiterhin ein Garant für Qualität und Offenheit.

Leopold Hurt lebt als Komponist, Zitherspieler, Musiktheoretiker und Ensemblegründer in Hamburg. Bereits als Jungstudent, später als Diplomstudent am Richard-Strauss-Konservatorium München, wurde seine musikalische Bildung von Georg Glasl geprägt. Er studierte darüber hinaus Komposition und Theorie an der Musikhochschule Hamburg, an der er heute auch unterrichtet. Hurt ist einer der vielseitigsten Musiker seiner Generation, wobei die Zither immer eine prominente Stellung in seiner Arbeit einnimmt. Seit 2025 prägt er mit seinen Ideen die künstlerische Leitung der Edition Zither.

Oliver Hurt wurde in Quedlinburg geboren, lebt seit über 20 Jahren in Hamburg und arbeitet als IT Operations Officer. In seiner Freizeit widmet er sich der Independent DJ- und Club-Kultur. Seine Erfahrung in langfristigen Arbeitsabläufen und seine Kenntnisse in digitaler Optimierung fließen seit 2025 in die Geschäftsführung des Verlags ein.